Snoopy ist mit Sicherheit keine taube (Erd-)Nuss

Schon letztes Jahr hat sich unser Gast im Traumhaus Scully angemeldet und das der Hunde-Opa Snoopy mitkommen sollte, stand außer Frage. Obwohl sie schon zusammen weit gereist sind, war es das erste Mal Schweden für die beiden.

Mit seinen 13 Jahren und 8 Monaten kann er zwar nicht mehr sehr gut hören, und die müden Knochen wollen auch nicht mehr alle so, wie er es gerne hätte, aber für eine kleine, gemütliche Wanderrunde mit Schnüffeln und Baden war er selbstverständlich trotzdem zu haben.

Ich habe den alten Herrn gleich ins Herz geschlossen, wie er bei der Begrüßung über das ganze Gesicht grinsend aus dem Haus gekommen ist.

Den Altersrekord von Max aus dem Juni 2018 hat Snoopy glaube ich damit eingestellt und den goldenen Wanderschuh 2020 für den ältesten Wanderhund wird ihm wohl dieses Jahr auch niemand mehr streitig machen.

Wir sind ein kleines Stück vom SchwedenParadies gefahren, die kleinen, direkten Runden rund ums Ferienhaus hatten die beiden dank unserer Ausflugsmappe und der topographischen Karte ja schon selbst erkundet.

Ich habe mich dieses Mal auch erfolgreich beherrscht und wir sind wirklich auf den großen Sand- und Graswegen geblieben, auf denen es einfach zu gehen ist. Zu Schnüffeln gibt es ja auch da genug.

Die Chemie mit unserem Gast stimmte von Anfang an und so haben wir jede Menge erzählt, Themen gibt es ja zur Zeit genug.

Das Wetter war Ende September noch einmal ein echtes Träumchen mit blauem Himmel, fast windstill und Temperaturen, die eine Jacke überflüssig gemacht haben.

Wir sind einen kleinen Rundweg von etwa 4 km Länge gegangen, der uns eine gemütliche Kaffeepause direkt am See Bolmen ermöglicht hat.

Snoopy war der Meinung, dass es hier im Wald leider überhaupt keine Stöckchen gibt, die Mensch mal in den See werfen könnte. Zum Glück war Frauchen doch erfolgreich und hat den einzigen Stock weit und breit gefunden. Da stand dem Hunde-Badespaß dann nichts im Wege.

Die Ruhe, der Wald, der See – es ist immer wieder eine traumhafte Kombination. Ich werde mich daran nie satt sehen.

Dem täglichen Postauto und zwei weiteren Autos sind wir leider auf unserem Rückweg begegnet. Es war also richtig viel Verkehr, da möchte ich mich auch an dieser Stelle noch einmal für entschuldigen.

Fast am Ende unserer Tour habe wir dann noch eine kleine Kreuzotter gesehen, die mitten auf dem Weg die letzten Sonnenstrahlen genossen hat. Ich habe sie vorsichtshalber von der Straße geleitet, damit sie nicht überfahren wird. Begeistert war sie nicht, wie man sieht, aber wenn das Postauto auf dem Rückweg vorbeikommt, dann bremst es sicher nicht.

Das war leider auch unsere einzige Tier-Begegnung auf unserer Wanderung. Der Elch hat sich wieder im Wald versteckt. Das ist aber schließlich auch ein Stück weit ein Verkaufsargument, damit die Gäste wiederkommen.

Der Trick hat diesmal hervorragend funktioniert, ich darf mich auf eine zweite Wanderung mit Snoopy im April 2021 freuen.

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