Ein Urlaub voller Kindheitserinnerungen

Wieder einmal hatten wir Gäste in unserem Wohlfühlhaus Hubi, die eine Wanderwoche gebucht hatten. Gemütliches Genuss-Wandern mit 3 Touren zu 6-8 km statt diesmal auf der Anmeldung.

Bei der Begrüßung und Vorbesprechung für unsere Touren gab es dann eine nette Geschichte: Erst nachdem die beiden unser Haus Hubi gefunden und gebucht hatten ist unserem Gast Norbert aufgefallen, dass er damit genau in die Gegend fährt, in der er mehrere Urlaube als Kind verbracht hat. Unnaryd, den Bolmen, Tiraholm – alle das kannte er von vor 45 Jahren und war natürlich sehr gespannt, auf ein Wiedersehen.

Ich finde es immer sehr schön für unsere Gäste nach der Anfahrt und der langen Zeit im Auto auf der ersten Wanderung direkt von unserem SchwedenParadies zu starten. So haben wir uns auch für Montag um 11 Uhr zu unserer ersten Runde verabredet, Start am Ferienhaus. Mein Kistenkobold Seven durfte uns begleiten, auch wenn unsere Gäste diesmal ohne Hund angereist sind.

Die Goldie-Hündin der beiden war vor einiger Zeit gestorben und so langsam öffnet sich das Herz wieder für ein neues vierbeiniges Familienmitglied. Da kam meine Lakritznase als Begleitung gerade recht ❤️.

Die Wetterprognose für die Woche war leider eher durchwachsen, aber meine Gäste waren Wander- und Draußen-erprobt und mit guter Kleidung ausgestattet. Damit stand unseren Wanderungen kein schlechtes Wetter im Weg. Und wer glaubt schon einer Wetterprognose…

Am ersten Tag war es im wahrsten Sinne des Wortes natürlich erst einmal ein gegenseitiges Beschnuppern, erzählen, einen Eindruck gewinnen – von einander und dessen Leben. Ich hatte wie immer meine Landkarte dabei und habe erzählt, wo unsere Ferienhäuser stehen, wo wir sind und wo wir entlang gehen.

Einige Infos zur Geschichte der Gegend gab es natürlich auch unterwegs wieder von mir. Da konnte mein Gast Norbert diesmal mithalten und mit alten Beschreibungen und Erinnerungen aufwarten. Das war sehr spannend und auch für mich neu. Wie so oft hatte er manches größer in Erinnerung, als es ist, aber vieles hat er tatsächlich wiedererkannt.

An unserem zweiten Wandertag lachte die Sonne vom Himmel und so konnten die Regensachen getrost zu Hause bleiben. Wir sind ein Stück gefahren und haben den Rundweg an Ivar’s kyrka bewältigt. Mehrere steile Anstiege, Single-Trails durch den Wald, im Slalom über umgestürzte Bäume und riesige Felsen. Ein wirklich wunderschöner Tag und ein immer wieder beeindruckendes Naturreservat.

Am Donnerstag startete der Tag für unsere dritte Wanderung dafür dann sehr bewölkt und regnerisch, die Prognose für Freitag war aber auch nicht vielversprechender. Ausgerüstet mit Regensachen habe ich auf mein Wetter-Voodoo vertraut: Wenn ich meine Regenjacke gleich anziehe, regnet es nicht…

Diesmal hat es wieder funktioniert. So gar so gut, dass ab der Hälfte unserer Wanderung die Sonne vom blauen Himmel schien und es richtig warm wurde. Da hieß es dann Voodoo beenden und Jacken aus:

Das Heidekraut steht schon in voller Blüte, die Schmetterlinge waren unterwegs – ein rundum gelungener Tag.

Eigentlich war es fast eher eine Waldbaderunde, als eine Wanderung, die wir an diesem Tag gemacht haben. Das Gespräch kam auch unweigerlich auf dieses Thema. Es beschäftigt mich ebenfalls schon eine geraume Zeit.

Nimmt doch die Hektik und ständige Verfügbarkeit der Menschen immer weiter zu – ich sehe das ja an meinen Wandergästen. Ich habe das Glück hier in (m)einem Paradies zu wohnen und jeden Tag in der Ruhe und reinen Luft des Waldes unterwegs sein zu können. Aber so Mancher hat diese Möglichkeit nicht und dadurch auch ein Stück weit den Bezug zur Natur und damit zu sich selbst verloren. Achtsamkeit und Entschleunigung sind nicht nur Modebegriffe, sondern echte Notwendigkeiten für ein gesundes Leben.

Also: Ihr beiden seid mit Schuld, dass ich nächstes Jahr eine Ausbildung zum Shinrin Yoku-Trainer machen werde. Dann kann ich meine schönsten Entspannungs-Plätze mit unseren Gästen teilen und die Natur aus einer anderen Sicht näherbringen. Dann könnt ihr nicht „nur“ Wanderungen bei mir buchen, sondern auch Waldbade-Seminare – ich bin sicher, dass ich euch neue Impulse mit auf den Weg geben kann.

Shinrin-Yoku – Waldbaden in Schweden

Ganz herzlichen Dank für die nette Wanderwoche und die tollen Gespräche. Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen mit eurem neuen Familienmitglied und einer Gundermann-Pflanze.

2 Kommentare zu „Ein Urlaub voller Kindheitserinnerungen“

  1. Liebe Bärbel, das ist ein sehr schöner Blogbeitrag über unsere Wanderungen! Durch die Weidenröschen in unserem Garten haben wir nun immer ein Stück Schweden bei uns. Es freut uns, dass du in Zukunft auch „Waldbademeisterin“ bist – denn wer kann das den Gästen besser nahebringen als die in der Natur lebende Bärbel?

    1. Vielen Dank ihr Beiden. Wenn ich denn mein Seepferdchen gemacht habe, ergibt sich für die Zukunft ja vielleicht sogar einmal ein gemeinsames Seminar mit dir Norbert. Das wäre sicher ein ganz besonderes Angebot. Mögen die Weidenröschen anwachsen. GLG

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