Am Ufer des Unnen entlang

Die Hitze des Sommers ist endlich weitergezogen und heute ging es bei kühleren Temperaturen und leichtem Nieselregen mit sehr netten Wandergäste wunschgemäß auf eine kleine Tour entlang des Sees Unnen.

Am Ufer des Unnen

Die lange Trockenheit und die niedrigen Wasserstände haben überall ihre Spuren hinterlassen und so sind auch am Ufer des Unnen erschreckend breite Streifen mit Steinen und Sand zu sehen, die eigentlich unter Wasser liegen sollten. Hoffentlich bekommen wir genug Regen, um das wieder auszugleichen.

Es war diesig heute und die Sicht über den See war fast schon ein wenig herbstlich. Von der Halbinsel in Nässja kann man eigentlich schön unsere Häuser vom SchwedenParadies sehen, heute konnte ich nur ein „in diese Richtung“ erklären.

Meine Wandergäste waren aber auf geradezu vorbildliche Weise an Land und Leute angepasst, so dass überhaupt nichts schiefgehen konnte 🙂

Am Ufer des Unnen

Als langjährige Schwedenurlauber gab es viele angesammelte Fragen zu Land und Leuten. So wurde viel erzählt und gelacht, aber das Wichtigste ist selbstverständlich auch nicht zu kurz gekommen: Die Stille zu genießen!

Alle, die einmal Abschalten möchten vom Alltag und sich nicht vorstellen können, dass es Orte gibt, an denen man keine menschlichen Geräusche hört, sind herzlich eingeladen, mich einmal zu begleiten.

Als Fan der vielen Sagen, Märchen und Geschichten von Schweden musste ich auch die wunderschöne Liebesgeschichte zu Nässja und Sjö erzählen. Dies ist es eine wahre Geschichte:

Ein Mann und eine Frau verliebten sich ineinander, er wohnte auf der einen Seite des Sees Unnen in Sjö und sie auf der anderen in Nässja. Sie heirateten und bekamen drei Kinder, wohnten aber weiterhin auf den eigenen Höfen, um Landwirtschaft, Viehhaltung und Waldpflege beibehalten zu können. So ruderten sie im Sommer mit dem Boot über den See und im Winter kamen sie über das Eis. Die Kinder behielten diese Tradition bei und der Sohn, der am längsten lebte, hat die Höfe dem Heimatverein vererbt. So sollten alle die Möglichkeit erhalten, des See und den Wald in Nässja zu genießen.

Es kam uns natürlich zupass, dass heute kein Badewetter mehr war, so hatten wir den See und den Wald für uns alleine und konnten an der äußersten Spitze von Nässja ganz ungestört eine Pause mit Kaffee und selbst gebackenen Keksen machen.

Am Ufer des Unnen

Nach gemütlichen 3 Stunden hatten wir unsere Rundwanderung beendet und ich wurde mit einem „Das war toll, bis zum nächsten Jahr.“ verabschiedet.

Ich würde mich freuen, euch wiederzutreffen. Vielen Dank für den netten Tag.

2 Kommentare zu „Am Ufer des Unnen entlang“

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